

Julian Arp, 1981 in eine Musikerfamilie hineingeboren, erhielt seine Ausbildung an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler“ Berlin und studierte bei Jens Peter Maintz, Boris Pergamenschikow, David Geringas und Eberhard Feltz.
Als Solist und Kammermusiker konzertiert er weltweit und spielt u.a. in der Carnegie Hall in New York, der Wigmore Hall in London, im Concertgebouw in Amsterdam, der Laeiszhalle in Hamburg oder der Berliner Philharmonie.
Bereits seit über zwanzig Jahren bildet er mit dem Pianisten Caspar Frantz das Duo Arp/Frantz. Gemeinsam gewannen sie eine Reihe renommierter Wettbewerbe, darunter den Felix Mendelssohn Bartholdy-Wettbewerb, den Deutschen Musikwettbewerb und den Internationalen Kammermusik-Wettbewerb „Premio Vittorio Gui“ in Florenz.
Julian Arp widmet sich einem breiten Repertoire und setzt sich vermehrt für die Aufführung und Entstehung von Neuer Musik ein. Komponisten wie Samir Odeh-Tamimi, Sven-Ingo Koch, Sarah Nemtsov oder Violeta Dinescu haben Werke für ihn geschrieben.
Seit Herbst 2013 hat Julian Arp eine Professur für das Fach Violoncello an der Kunstuniversität Graz inne und ist darüber hinaus gefragter Dozent bei internationalen Meisterkursen.

Seit 1993 ist Maighréad McCrann 1. Konzertmeisterin des ORF Radio-Symphonieorchester Wien. 1997 wurde sie als Professorin für Violine an die Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz berufen. Neben Ihrer Tätigkeit als Orchestermusikerin ist McCrann auch als Solistin und Kammermusikerin aktiv. Ihre Leidenschaft zum Unterrichten äußert sich auch in Meisterkursen und bei ihrer Tätigkeit als Coach von Jugendorchestern wie dem Joven Orquesta Nacional de España (Spanien), dem Jove Orquestra Nacional de Catalunya (Katalonien), der Filarmónica Joven de Colombia (Kolumbien), dem Wiener Jeunesse Orchester und dem National Orchestral Institute Washington.
Geboren in Dublin, erhielt sie Unterricht bei Brian McNamara. 1984 machte sie ihren Abschluss am Trinity College of Music und begann mit dem Studium Konzertfach Violine bei Ernst Kovacic in Wien. Meisterkurse bei Sandor Végh und David Takeno rundeten ihre Ausbildung ab. Maighréd McCrann war Mitglied des Chamber Orchestra of Europe und spielte Barockvioline in Nikolaus Harnoncourts Concentus Musicus Wien.
Im Jahr 2020 wurde sie in den Vorstand des Wiener Jeunesse Orchesters berufen und wurde Mitglied des Beirats der Österreichischen Nationalbank für die Vergabe von Wertinstrumenten.
Sie ist künstlerische Leiterin der Meisterkurse in Neuberg in Österreich.

Gerald Preinfalk stammt aus Zulissen bei Freistadt in Oberösterreich. Musik wurde ab 1990 mit dem Studium an der Universität für Musik in Wien bei Oto Vrhovnik für klassisches Saxofon und Wolfgang Puschnig für Jazz zur Berufung. Stipendien führten ihn an das Berklee College of Music Boston (USA) und nach Paris.
Seit dem Jahr 2000 ist Preinfalk Mitglied des Klangforum Wien. Gastspiele führten ihn zu Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Radio Symphonieorchester Wien, der Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz, dem Staatsorchester Stuttgart und verschiedenen Ensembles „Neuer Musik“ im Raum Wien.
Als Sideman im Jazzgenre spielte er bei diversen Bigbands wie Nouvelle Cousine, Vienna Art Orchestra, sowie in Ensembles mit Persönlichkeiten wie: Don Byron (NYC), Django Bates (GB), George Garzone (NYC), Elliot Sharp (NYC), Terry Bozzio (USA Frank Zappa drummer), Savina Yannatou (GR), Lucia Pulido (CO), Alegre Corrêa (BR) oder Wolfgang und Christian Muthspiel (A).
Als Komponist für Theatermusik schrieb er Soundtracks zu „Peer Gynt“, „Hiob“ und „Du bleibst bei mir“ – jeweils in der Regie von Michael Sturminger für das Wiener Volkstheater; Besonders erwähnenswert ist ebenfalls die musikalische Zusammenarbeit mit Burgtheaterschauspieler:innen wie Nicole Heesters, Martin Schwab, Petra Morzé und Christoph Krutzler. Im kommerziellen Bereich arbeitet(e) er auch mit der Opernsängerin Elisabeth Kulmann im Projekt „La femme c’est moi“ und nationalen Größen wie Willi Resetarits, Tini Kainrath und Maria Bill (Bill singt Jacques Brel; Bill singt Bill).
Seit 2012 ist Gerald Preinfalk Universitätsprofessor für klassisches Saxophon an der Kunstuniversität Graz. Masterclasses führten ihn nach Strasbourg, Wroclaw (PL), Szczecinek (PL), Tokushima (JP) und Tianjin (CHN).

“Atemberaubend präzis, scharf und schneidend
Intoniert da das Simply Quartet. […] was für eine
Wandlungsfähigkeit zeigt dieses Ensemble!“
… so die Rezension von SWR Kultur zum Debüt-Album des Quartetts, das im Frühjahr 2025 bei Genuin mit dem Streichquartett Nr. 6 op. 80 von Mendelssohn und mit dem 13. Streichquartett von Dvorak op. 106 erschienen ist. Die Aufnahme ist international von der Presse in den höchsten Tönen gelobt worden.
Die enorme Bandbreite ihres Repertoires reicht von Werken der Frühklassik bis zu den neuesten Kompositionen lebender Künstler:innen. Stets auf der Suche nach größtmöglicher Werktreue, vertiefen sich die vier Musiker:innen in akribisches Partiturstudium und entschlüsseln den Notentext mit großer Neugier.
Die Besetzung des Quartetts etablierte sich während des gemeinsamen Studiums an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wo die vier Musiker:innen mit ihrem wichtigsten Mentor Johannes Meissl eng zusammenarbeiteten. Gegründet wurde das Quartett in Shanghai, wo Jensen Horn-Sin Lam das Ensemble von Beginn an begleitete. Weitere wichtige Mentoren waren Hatto Beyerle und Patrick Jüdt (European Chamber Music Academy/ECMA) sowie Günter Pichler und Gerhard Schulz (Alban Berg Quartett).
Im Januar 2026 übernahm Sueye Park den Part von Danfeng Shen und führt damit die künstlerische Linie des Ensembels fort.
Das Quartett wurde mit vier ersten Preisen bei namhaften Kammermusikwettbewerben ausgezeichnet: dem Carl Nielsen International Chamber Music Competition 2019, dem Quatuor á Bordeaux 2019, dem Internationalen Kammermusikwettbewerb Franz Schubert und die Musik der Moderne 2018 sowie 2017 beim 7. Internationalen Joseph Haydn Kammermusikwettbewerb.
In der Saison 2021/22 gehörte das Simply Quartet zu den ausgewählten Ensembles der ECHO Rising Stars-Reihe, worauf Debüts in den wichtigsten Konzertsälen Europas folgten. Mittlerweile ist das Quartett in der Wigmore Hall, der Philharmonie Luxembourg, dem Wiener Konzerthaus, der Elbphilharmonie, dem BOZAR Brüssel und dem Concertgebouw Amsterdam, sowie bei renommierten Festivals wie der Schubertiade Schwarzenberg regelmäßig zu Gast.
Ab der Saison 25/26 teilt sich das Simply Quartet zusammen mit dem Leonkoro Quartett einen eigenen Zyklus mit dem Titel „string.“ im Wiener Konzerthaus. Damit setzen die beiden die lange Tradition des Streichquartetts im Wiener Konzerthaus fort.
Zudem stehen u.a. Konzerte im Muziekgebouw Amsterdam, im Salle Molière in Lyon, bei Amici della Musica in Florenz und im Mozarteum Salzburg auf der Agenda.
Die Primaria Sueye Park spielt eine Violine von Giovanni Battista Guadagnini (Mailand, 1753), die ihr von der Samsung Foundation of Culture zur Verfügung gestellt wird.
Antonia Rankersberger spielt eine Violine von Giovanni Battista Guadagnini („ex Beare – ex Tetzlaff“, Turin, 1776), die ihr von der Österreichischen Nationalbank zur Verfügung gestellt wird.
Xiang Lyu spielt eine Viola von Edgar Russ (2010).
Ivan Valentin Hollup Roald spielt auf einem Cello von Giovanni Battista Ceruti (1801), das ihm großzügigerweise von einer Privatperson zur Verfügung gestellt wird.