STEIRISCHE MEISTERKLASSEN
22. bis 28. Juli 2024
Steirische Meisterklassen

DozentInnen

Maighréad McCrann: Violine

Maighréad McCrann
Maighréad McCrann, Foto: © Julia Wesely

Maighréad McCrann, 1963 in Dublin geboren, ab dem 6. Lebensjahr Violin- und Klavierunterricht im „Dublin College of Music“. 1980 Studium der Musikwissenschaften mit Schwerpunkt Komposition am Trinity College Dublin. 1984 Abschluss mit Honours (BA.MUS.Hons.). Fortführendes Studium im Konzertfach Violine bei Ernst Kovacic an der Wiener Musikhochschule mit Stipendium des BM für Wissenschaft und Forschung. Studienabschluss 1990 mit einstimmiger Auszeichnung. Ergänzender Unterricht bei Sándor Végh, Thomas Brandis, Viktor Liebermann und David Takeno.

Während des Studiums Mitglied des Europäischen Jugendorchesters und rege Konzerttätigkeit als Solistin mit dem National Symphony Orchestra of Ireland und dem Irish Chamber Orchestra. 1986 bis 1993 führendes Mitglied beim Chamber Orchestra of Europe und intensive Zusammenarbeit mit dem Concentus Musicus unter Nikolaus Harnoncourt.

1993 Aufnahme als 1. Konzertmeisterin in das ORF Radio-Symphonieorchester Wien, welche Position sie bis heute innehat. Weitere Engagements als Konzertmeisterin im „ensemble xx. jahrhundert“ und im Ensemble „die reihe“.

1997 Ernennung zur Univ.- Professorin für Violine an der Kunstuniversität in Graz. Regelmäßige Einladung als Dozentin beim Wiener Jeunesse Orchester, JONDE (nationales spanisches Jugendorchester) und beim National Orchestral Institute in Washington, USA.

In den letzten Jahren erweiterte sich das Interessengebiet von Maighréad McCrann in Richtung Ensembleleitung, welche zu mehrmaligen Engagements als Solistin und Leiterin des Orquesta de Valles im Palau de la Musica, Barcelona, führte. Solistische Mitwirkung in Konzerten mit Werken von Mozart, Berg, Bartók, Bruch, Mendelssohn, Sibelius, Brahms, Beethoven, Wieniawski, Boydell und Wellesz unter der Leitung von Dirigenten wie Albert Rosen, Carlos Kalmar, Pinchas Steinberg, Ulf Schirmer, Sian Edwards, Heinrich Schiff und Bertrand de Billy mit Orchestern wie dem Irish Chamber Orchestra, den Dublin Baroque Players, dem National Symphony Orchestra of Ireland, National Orchestra of Estonia, Lake Charles Symphony Orchestra Lousiana, ORF Radio-Symphonieorchester Wien, der Wiener Kammerphilharmonie und dem Wiener Kammerorchester.

Kammermusikalische Gastspiele in nahezu allen Ländern Europas, in Japan und den USA. Auftritte bei wichtigen Festivals wie styriarte, Kammermusikfest Lockenhaus, sowie regelmäßiges Konzertieren im Schubertsaal und Mozartsaal im Wiener Konzerthaus und im Brahmssaal des Wiener Musikvereins. Mehrmalige Interpretation des „Grand Duo“ von Igor Strawinsky in Zusammenarbeit mit dem Ballett der Wiener Staatsoper.

https://maighreadmccrann.com

Rachel Roberts: Viola

Rachel Roberts, Foto: © Carl Proctor

Rachel Roberts ist eine der führenden Bratschistinnen Europas und konzertiert international als Solistin und Kammermusikerin in Konzertsälen wie der Carnegie Hall in New York, der Toppan Hall in Japan, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Musikverein Wien, der Philharmonie in Berlin und der Londoner Wigmore Hall.

Als Solistin arbeitete sie mit den Dirigenten Christoph von Dohnanyi, Andras Schiff und Richard Hickox zusammen und konzertierte unter anderem mit dem Philharmonia Orchestra, dem Kölner Kammerorchester, der Kammerphilharmonie Graubünden in der Schweiz und dem Manchester Camerata Chamber Orchestra.

Zu den Preisen und Auszeichnungen für ihre Kammermusikeinspielungen gehören die dreimalige Verleihung des begehrten Diapason d’Or (2009, 2021, 2023), BBC Chamber Choice im BBC Music Magazine und CD des Monats in der Zeitschrift Fonoforum, Deutschland. Sie ist regelmäßiger Gast bei internationalen Kammermusikfestivals wie den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen, der Schubertiade in Schwarzenberg, den Heimbacher „Spannungen“ und Mecklenburg Vorpommern. Sie hat Kammermusik für Hyperion, Champs Hill Records, Signum Classics, cAVI, den Deutschen Rundfunk, Alpha Classics und BIS Records aufgenommen.

Rachel ist die Bratschistin des preisgekrönten Kammermusikensembles Ensemble 360 und tritt als solche regelmäßig im Crucible, Sheffield und in ganz Großbritannien auf. Sie tritt regelmäßig auf und macht Aufnahmen mit den Wigmore Soloists und dem Nash Ensemble und ist mit anderen berühmten Ensembles wie dem Tetzlaff String Quartet aufgetreten. Außerdem ist sie Mitglied des Trio Meister Raro mit dem Pianisten Tim Horton und dem Klarinettisten Robert Plane.

Nach ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit in der Wigmore Hall nahm Rachel 2021 gemeinsam mit Christian Tetzlaff, Florian Donderer, Marie Elisabeth Hecker und Tanja Tetzlaff in Deutschland Schuberts Streichquintett in C-Dur, D. 956, auf. Die daraus resultierende CD wurde bei Alpha Classics veröffentlicht und von der Kritik hoch gelobt.

Rachel ist Professorin für Viola an der Guildhall School of Music & Drama und Fellow der Higher Education Academy.

https://rachelrobertsviola.co.uk/

Julian Arp: Violoncello

Julian Arp, Foto: © Michael Brus

Julian Arp, 1981 in eine Musikerfamilie hineingeboren, erhielt seine Ausbildung an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler“ Berlin und studierte bei Jens Peter Maintz, Boris Pergamenschikow, David Geringas und Eberhard Feltz.

Als Solist und Kammermusiker konzertiert er weltweit und spielt u.a. in der Carnegie Hall in New York, der Wigmore Hall in London, im Concertgebouw in Amsterdam, der Laeiszhalle in Hamburg oder der Berliner Philharmonie.

Bereits seit über zwanzig Jahren bildet er mit dem Pianisten Caspar Frantz das Duo Arp/Frantz. Gemeinsam gewannen sie eine Reihe renommierter Wettbewerbe, darunter den Felix Mendelssohn Bartholdy-Wettbewerb, den Deutschen Musikwettbewerb und den Internationalen Kammermusik-Wettbewerb „Premio Vittorio Gui“ in Florenz.

Julian Arp widmet sich einem breiten Repertoire und setzt sich vermehrt für die Aufführung und Entstehung von Neuer Musik ein. Komponisten wie Samir Odeh-Tamimi, Sven-Ingo Koch, Sarah Nemtsov oder Violeta Dinescu haben Werke für ihn geschrieben.

Seit Herbst 2013 hat Julian Arp eine Professur für das Fach Violoncello an der Kunstuniversität Graz inne und ist darüber hinaus gefragter Dozent bei internationalen Meisterkursen.

I-Ting Chen, Korrepetition

I-Ting Chen, Foto: © Leslie Chou

I-Ting Chen wurde 1986 in Kaohsiung City, Taiwan geboren. Im Alter von fünf bekam sie ihren ersten Klavierunterricht und in einigen Jahren später lernte sie auch das Violinspielen kennen. Mit Klavierlehrern wie Yunae Lee, Mag. Dr. Mühlböck erhielt sie eine fundierte Klavierausbildung in den Musikschulen in Tainan City, Taiwan und setzte diese mit dem Konzertfachstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien fort. Sie ging in die Klassen von Professoren Alexander Jenner, Heinz Medjimorec und Noel Flores und erhielt wertvolle musikalische Impulse. Nach dem Abschluss sammelte sie weitere kammermusikalische Erfahrungen während des Studiums am Konservatorium Wien Privatuniversität, wo sie bei Prof. Denise Benda die Kenntnise der Instrumentalkorrepetition erweitern konnte.

Sie gewann mehrere nationale und internationale Wettbewerbspreise, u. a. 1998 1. Preis von Taiwan National Student Competition of Music, 1999 und 2002 Taipei Chopin Piano Competition- 2. und Polonaise Sonderpreis, 2005 Dr. J. Dichler Klavierwettbewerb in Wien- 4. und Sonderpreis.

Sie ist seit 2012 als Korrepetitorin am Institut für Streichinstrumente der Kunstuniversität Graz tätig.

Unter ihren solistischen und kammermusikalischen Konzerttätigkeiten zählen das Debüt mit Orchester ( Mendelssohn 1. Klavierkonzert) in Tokio /Japan im Alter von 14 Jahren, Soloabende wie Chopin-Recital in Taipei und Tainan City, in Johannes-Nepomuk-Kapelle, Bösendorfer Salon, Haus Hofmannsthal in Wien. Als Pianistin und Korrepetitorin durfte sie im Rahmen von vielen Meisterkursen und Wettbewerben sowie Konzerten in der Schweiz, der Türkei, Italien, Polen und Österreich mitwirken.

Harald Haslmayr: Konzeption und Idee

Harald Haslmayr, Foto: © Privat

Harald Haslmayr, geb. 1965 in Graz, Studium der Geschichte und der Deutschen Philologie in Graz, 1994 Promotion, Dissertation über Robert Musil (erschienen 1997 bei Böhlau in Wien unter dem Titel: Die Zeit ohne Eigenschaften). Von 1991-2001 Lehrbeauftragter und Assistent am Institut für Wertungsforschung der Kunstuniversität Graz, von 2001-2004 Assistenzprofessor, ab März 2004 ao.Univ. Prof. 1996-2002 Lehrbeauftragter am Inst. f. Österreichische Geschichte der Karl-Franzens-Universität Graz, Lehrbeauftragter an der Universität Klagenfurt. 2003 Habilitation im Fach „Wertungsforschung und kritische Musikästhetik“ an der Kunstuniversität Graz. Zahlreiche Publikationen zu kulturhistorischen, ästhetischen und philosophischen Themen. 1999 Veröffentlichung von Joseph Haydn. Werk und Leben bei Holzhausen in Wien, 2. Aufl . 2003.. Mürz, Rom, Großraming, Florenz, St. Johann bei Herberstein, Perugia, Stegersbach, Sofi a, Reichenau, Bern, Steyr, Bad Waltersdorf, New York, Großwarasdorf/Veliki Borištof, Luzern, Glojach, Tifl is, Lafnitz, Cagliari, Rudersdorf, Ljubljana, Semmering, Maribor, Kornberg, Lenzburg, Temesvár, Zürich, Tbilisi, Tokyo, Maria Fieberbründl, Udine, Podgorica, Opole, Niksic, Riegersburg, Venedig, Straden, Banja Luka, Brünn, Weyer, Prag, Yerevan, Langenlois, Byschkek, Maria Schutz, Ottendorf, Kapfenstein, Aschach a. d. Steyr…

Von 2006-2013 Präsident von „live music now“-Steiermark. Seit 2016 Präsident der Gesellschaft der Domchorfreunde Graz. Forschungsschwerpunkte: Ästhetik, Wiener Klassik und Kulturgeschichte des Donauraumes.